Der optimale Terrassenheizstrahler

Der optimale Terrassenheizstrahler


Mit Gas oder strombetrieben, Infrarot oder nicht? Die Auswahl an Terrassenheizstrahlern ist nicht klein und die richtige Entscheidung zu treffen, welchen Heizstrahler Sie für Ihre Terrasse wählen sollen, ist nicht leicht. Besonders wenn Sie ein Exemplar gebraucht kaufen wollen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und einiges zu beachten.

Welches Gerät passt zu Ihren Bedürfnissen?
Die Wahl der Art des Gerätes sollte mit Bedacht getroffen werden. Infrarotheizstrahler bieten viele Vorteile, die Ihnen im Folgenden genauer erläutert werden sollen. 
Der offensichtliche Vorteil der Wärmestrahler, die mit Infrarotenergie arbeiten, ist die Möglichkeit des Betreibens mit Strom. Sie müssen sich bei elektrischen Infrarotgeräten nicht darum kümmern einen Vorrat an Gaspatronen herbeizuschaffen und diese in regelmäßigen Zeitintervallen auszutauschen. Infrarotstrahler stechen besonders dadurch heraus, dass sie unabhängig von den Windverhältnissen Wärme produzieren. Der zugrundeliegende Effekt ist, dass die Wärme über die Strahlung transportiert wird und die Oberflächen erwärmt, die von dem Infrarotlicht getroffen wird. Die Luft wird bleibt dabei kalt und die Umgebungstemperatur konstant. Der starke Herbstwind kann Ihnen die Gartenparty mit einem Infrarotheizstrahler nicht erkalten lassen! Infrarotstrahler im geschützten oder freien Außenbereich.

Sie können sich zwischen einer Vielzahl von Infrarotstrahlern entscheiden. Wichtig für die Wahl des passenden Heizgerätes ist jedoch, dass Sie klären in welchem Bereich der Strahler Anwendung finden soll. Für den Gebrauch im Außenbereich sind besonders Halogen-Quarz-Strahler zu empfehlen, da diese durch die abgegebene kurzwellige Strahlung feste Körper nicht nur oberflächlich erhitzen, sondern auch eine gewisse Tiefenwärme erzeugen. Man spricht bei der Art des durch Halogen-Quarz-Strahler abgegebenen Infrarotlichtes von “nahem Infrarot” (NIR).

Halogenstrahler oder Quarzstrahler nutzen mittelwelligere Strahlung, um Wärme zu erzeugen. Dieses “mittlere Infrarot” (MIR) erwärmt Flächen und Körper jedoch nur deutlich oberflächlicher, weshalb diese beiden Arten von Heizstrahlern eher für geschützte bzw. abgeschlossene Bereiche geeignet sind, in denen kühler Wind der Oberflächenerwärmung nicht entgegenwirken kann.Fernes Infrarot (FIR) findet bei Keramik- oder Metallrohrstrahlern Anwendung. Da diese Art von Heizgeräten kaum Tiefenwärme bieten, sind sie für den Außenbereich nicht zu empfehlen. Um für den idealen Wärmekomfort sorgen zu können, sind auch in Innenräumen Strahler zu empfehlen, die einen nahen oder mittleren Infrarotbereich nutzen. Längere Strahlen geben mehr Energie an die Umgebungsluft ab, wodurch die wärmende Wirkung auf Körper weniger tiefgehend ist.

Wenn Sie die spezielle Anforderung an ihren Infrarotstrahler haben, ohne Lichtabgabe zu heizen, können Sie auf einen sogenannten Blacklight-Strahler zurückgreifen. Diese Kategorie der Heizstrahler wärmt mithilfe von mittel- bis langwelligem Infrarotlicht. In diesen Dunkelstrahlern ist keine herkömmliche Röhre verbaut, stattdessen wird mit einer in Aluminium eingebetteten Edelstahlspirale geheizt. Durch die vermiedene Lichtabgabe sind diese Dunkelstrahler für den Innenbereich zu empfehlen. Mit der konstant bleibenden Umgebungstemperatur bei mittel- oder langwelligen Infrarotstrahlen gelangen wir auch schnell zu den Nachteilen der entsprechenden Infrarotgeräte. Nutzt man ein solches für einen offenen Außenbereich, wird man von einem Infrarotstrahler nur auf einer Körperseite bestrahlt und auch nur die bestrahlte Körperseite wird warm. Der Rest des Körpers bleibt kalt, da keine Erwärmung der Umgebungstemperatur stattfindet. Dieses Problem lässt sich am besten durch das Aufstellen mehrerer Heizgeräte beheben, die die Terrasse von jeder Seite aus bestrahlen. Bedenken Sie bei dieser Variante jedoch, dass genügend Anschlüsse an das Stromnetz vorhanden sein müssen und dass die vielen für die Stromversorgung nötigen Kabel potenzielle Stolpergefahren darstellen.

Es ist möglich, Infrarotstrahler fest an Wänden, der Decke oder speziellen Ständern zu montieren. Sollten Sie jedoch der Mobilität des Heizstrahlers Vorrang gewähren, so können auch gasbetriebene Infrarotstrahler erworben werden. Der Anschluss an eine Steckdose entfällt und sie können das Gerät überall einsetzen. Jedoch haben Sie mit gasbetriebenen Heizstrahlern grundsätzlich nicht die Möglichkeit, sie in einem Innenraum anzuwenden. Gasbetriebene Heizstrahler mit Brennerflamme
Heizpilze gehören zu der herkömmlichen Art der Heizgeräte, welche in der Regel mit Propangas betrieben werden. Wenn sie mit einer offenen Flamme heizen, bestechen die gasbetriebenen Wärmestrahler besonders durch die optischen Reize. Sollten Sie einen Heizstrahler suchen, der unter einer Markise o.ä. Anwendung finden soll, ist von solch einem Gaswärmestrahler jedoch abzuraten, da diese Geräte aufgrund der Verbrennung ausschließlich unter freiem Himmel Anwendung finden sollten.An dieser Stelle wird der Nachteil von Heizpilzen deutlich. Die durch den Strahler erwärmte Umgebungsluft entweicht schnell nach oben, wodurch die Geräte weniger energieeffizient sind als ihr infrarotausstrahlendes Pendant. Dementsprechend steigen die Betriebskosten dieser Art von Strahlern. Der Vorteil von Gasheizstrahlern ist, dass sie schnell die Betriebstemperatur erreichen und die Umgebungstemperatur zügig ansteigt. Die optimale Leistung des Heizstrahlers
Je nachdem, ob eine offene Terrasse oder ein windgeschützter Bereich beheizt werden soll, muss die jeweilige Leistung der Strahler Beachtung finden. Für den Innenbereich sollte das Heizgerät 100-150 Watt pro zu beheizendem Quadratmeter erbringen, für den Außenbereich sind es etwa 150-250 Watt pro Quadratmeter. Geeignete Modelle bieten eine regulierbare Wärmeabgabe, wodurch Sie sich bei festinstallierten Heizkörpern keine Sorgen machen müssen, ein zu schwaches oder zu starkes Gerät erworben zu haben. Falls der Strahler doch nicht die Menge an gewünschter Wärme aufbringt lässt sich das Problem oft gut durch Aufrüsten mit einem weiteren Heizkörper beheben. 

Was ist beim Onlinekauf zu beachten?
Wenn es um das Internetportal geht, über welches Sie ihren gebrauchten Heizkörper online kaufen, stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Auch hier haben sie die Qual der Wahl. Von eBay-Kleinanzeigen bis Amazon ist alles möglich. Dass Sie beim Kauf einen Markenheizstrahler erwerben, ist besonders zu beachten. Dies bringt einige Vorteile mit sich. Durch eine EC-Kennzeichnung wird die Freiverkehrsfähigkeit des Geräts im Europäischen Binnenmarkt angezeigt, was einen gewissen Sicherheitsstandard ausdrückt. Achten Sie weiterhin darauf, ob der zu erwerbende Heizstrahler gemäß der Schutzart für die Anwendung in dem von Ihnen gewünschten Bereich ausgelegt ist. Wärmegeräte können unter Umständen separate Wetterschutzbleche benötigen, falls sie nicht für einen ungeschützten Bereich geeignet sind. Bei Infrarotstrahlern ist die Wahl eines Exemplars empfehlenswert, welches mindestens gegen Spritzwasser geschützt ist und die Schutzklasse IPX4 ausweist.
Neben den hohen Sicherheitsregelungen und Qualitätsanforderungen, nach denen sich Markenhersteller von Heizkörpern im Gegensatz zu einem Großteil der neutralen Hersteller ohne Firmenzeichen richten, hat auch der Kundenservice bei der Wahl des Produktes Relevanz. Bei entsprechender Qualitätsgarantie des Heizstrahlers wird zusätzlich oftmals ein gewisses Spektrum an Zubehör und Ersatzteilen zum Nachkauf angeboten.

Zusätzliche Besonderheiten, wie eine Fernbedienung oder ein Timer zum Ein- oder Ausschalten bzw. Regulieren der Wärmestufe, können die Kosteneffizienz von Elektro-Heizstrahlern zusätzlich steigern. Der Stromverbrauch eines 1800 Watt leistungsstarken Heizstrahlers kann 50 Cent pro Stunde betragen. Ein Timer sichert Sie gegen unnütze Mehrkosten ab, auch wenn Sie das Ausschalten des Strahlers einmal vergessen sollten. 

Es gilt auf vieles zu achten, wenn man sich einen Terrassenstrahler anschaffen will. Treffen Sie die Auswahl wohlüberlegt und genießen Sie auch kalte Wintertage im Freien – ohne sich dick einpacken zu müssen.